Säle und Versammlungsstätten stellen in vielerlei Hinsicht besondere Herausforderungen für die Planung dar. Themen wie die thermische Behaglichkeit (Temperatur und Zugluft), Tageslichtnutzung und eine hohe Luftqualität stehen hierbei oft im Vordergrund. Der Nutzer soll sich wohlfühlen und dort gerne aufhalten wollen.
Durch die Lüftungstechnik muss sowohl eine ausreichende Frischluftversorgung (die CO2-Konzentration darf nicht zu hoch sein) sichergestellt, als auch eine zugluftfreie Lufteinbringung gewährleistet werden. Auch eine großzügige Tageslichtnutzung durch einen hohen Verglasungsanteil der Fassade bringt gleichzeitig ein erhöhtes Risiko der sommerlichen Überhitzung mit sich. Da hohe Personendichten durchaus üblich sind, müssen teilweise hohe interne Wärmelasten abgeführt werden. Dies stellt wiederum hohe Anforderungen an das Kühlkonzept.
Mithilfe simulationsbasierter Berechnungen können optimale Lösungen für Hörsäle, Konferenzsäle, Kantinen oder ähnliche Objekte gefunden werden.
Ausgewählte Referenzen
Bauherr und Auftraggeber
Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Baumaßnahme
Berufsschulzentrum Nord Darmstadt, Neubau Mensa und Mediathek
Projektzeitraum
2017
Leistung
Thermische Gebäudesimulation der Mensa und Mediathek zur Bewertung des sommerlichen Wärmeschutzes und des thermischen Komforts
Der Neubau, dessen Hauptnutzungsbereiche eine Mensa und eine Mediathek beinhalten, wurde mit einer raumhohen Ganzglasfassade und ohne aktive Kühlmaßnahmen geplant. Um einer möglichen sommerlichen Überhitzung vorzubeugen beinhaltet das Konzept eine äußere Verschattung durch Dachüberhänge und Balkone, einen innenliegenden Sonnenschutz sowie eine Nachtauskühlung des Gebäudes durch die geplante mechanische Lüftungsanlage. Im Projektverlauf wurden diverse Varianten hinsichtlich des Einflusses von u. a. Verglasung, Klimadaten und Betriebsweise der Nachtauskühlung untersucht und bewertet. So konnte die Einhaltung des sommerlichen Wärmeschutzes vorab nachgewiesen und ein für das Gebäude maßgeschneidertes Konzept entwickelt werden.
Bauherr und Auftraggeber
Philipps-Universität Marburg
Baumaßnahme
Sanierung Hörsaalgebäude Biegenstraße 14
Projektzeitraum
2009
Leistung
Strömungssimulation Audimax (Wettbewerbsbeitrag)
Im Rahmen des Wettbewerbs zur Sanierung des Hörsaalgebäudes Biegenstraße 14 wurde eine Strömungssimulation des Audimax durchgeführt. Für die Klimatisierung des innenliegenden, bis zu 900 Personen fassenden Hörsaals wurden verschiedene Konzepte betrachtet und bezüglich Temperatur, Zugluft und Luftqualität (CO2) bewertet.