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Hochregallager

Hochregallager enthalten oft Werte in Höhe von zwei- oder dreistelligen Millionenbeträgen. Zur Sicherung der Produktqualität sind z. B. in der Pharmaindustrie Temperaturmonitoringsysteme zur Aufzeichnung der Lagerbedingungen üblich. Dabei können Temperaturabweichungen zur Folge haben, dass ganze Chargen hinfällig werden und erheblicher wirtschaftlicher Schaden entsteht.

Durch die geometrische Beschaffenheit von Hochregallagern mit Höhen von teilweise mehr als 20 Metern können sich vertikale Temperaturunterschiede ausbilden, sofern durch die Lüftungs- und Klimatechnik keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Sowohl für den sommerlichen Kühlfall als auch den winterlichen Heizfall bringt dies Schwierigkeiten hinsichtlich Art und Positionierung der Lüftungstechnik sowie der Dimensionierung und Art der Beheizung und Kühlung mit sich. Die Versperrung der Luftwege durch Regale und Lagergut kann sich ungünstig auf die Zirkulation auswirken mit der Folge von Warm- oder Kaltbereichen im Sommer bzw. im Winter.

Auf diesem Hintergrund hat die Absicherung der Temperaturanforderung für alle außenklimatischen Bedingungen und für alle Betriebssituationen einen hohen Stellenwert. Strömungssimulation in Verbindung mit Thermischer Gebäudesimulation stellt hier ein wichtiges Instrument zur Flankierung der Planung dar.

Ausgewählte Referenzen

Müller Lager Ulm-Nord GmbH & Co. KG - Neubau Lager MUN 2
Bauherr und Auftraggeber

Müller Lager Ulm-Nord GmbH & Co. KG

Baumaßnahme

Neubau Lager MUN 2

Projektzeitraum

2014-2015

Leistung

Thermische Gebäudesimulation und Strömungssimulation des Kommissionier-Hochregallagers

Die unteren Etagen des Lagers sollten bis in eine Höhe von ca. 4 m als Kühlbereich ausgebildet werden, mit einer zulässigen Temperaturspanne zwischen 11 – 15 °C. Dieser Bereich wird durch dezentrale Umluftgeräte, die die Luft am oberen Ende des Kühlbereiches ansaugen und als gekühlte Luft bodennah wieder ausblasen (Quellluft), konditioniert. Aufgabe der Simulation war es, den erforderlichen Umluftvolumenstrom und die Zulufttemperatur zu bestimmen, um den so definierten Kühlbereich zu erzeugen. Zwischen dem normal temperierten Bereich und dem Kühlbereich gibt es keine durchgehende horizontale Abtrennung; dies ist aus logistischen Gründen unerwünscht. Die zwei unterschiedlich temperierten Luftmassen sollten allein aufgrund der Schwerkraft separiert bleiben. Eine besondere Problematik stellte die Bewegung des Regalbediengerätes dar, die tendenziell zu einer Vermischung der übereinanderliegenden Luftschichten führt.

Roche Diagnostics GmbH, Penzberg - Kühl-Hochregallager
Bauherr

Roche Diagnostics GmbH

Auftraggeber

Arge Geiger/Riebel, Augsburg

Baumaßnahme

Neubau Kühl-Hochregallager

Projektzeitraum

2006

Leistung

Strömungssimulation und thermische Gebäudesimulation verschiedener Varianten der Luftführung

Das Gebäude ist teilweise als Kühllager bzw. Tiefkühllager ausgeführt. Die Simulation sollte klären, welche der angedachten Luftführungssysteme eine anforderungsgemäße und optimale Temperaturverteilung in den Lagerbereichen gewährleistet.