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Tages- und Kunstlichtsimulation

Die Kunstlichtverwendung hat einen wesentlichen Einfluss auf das energetische Verhalten von Gebäuden, zum einen als Energieverbraucher, zum anderen als Wärmequelle, die im Sommer den Kühlbedarf erhöhen und im Winter zur Gebäudeheizung beitragen kann. Der Einsatz von Kunstlicht hängt wiederum von den Fassadeneigenschaften (Glasflächenanteil, Lichtdurchlässigkeit der verwendeten Gläser, Sonnenschutz) und von der Gebäudenutzung ab. Insofern ist die Tages- und Kunstlichtthematik für uns ein integraler Bestandteil der Thermischen Gebäude- und Anlagensimulation. Zielkonflikte zwischen Tageslichtnutzung (visueller Komfort) und Wärmeschutz, Beleuchtungsanforderung und Energiebedarf können so auf gesicherter Grundlage abgewogen und einem guten Kompromiss zugeführt werden.

Beleuchtungsstärke in Falschfarbendarstellung
Beleuchtungsstärke in Falschfarbendarstellung
3D-Rendering Beleuchtung
3D-Rendering Beleuchtung

Wird darüber hinaus eine differenzierte Darstellung der Verteilung der Beleuchtungsstärke im Raum benötigt, verwenden wir das Programm DIALux, das sowohl Tages- als auch Kunstlicht berücksichtigt und durch realitätsnahe Renderings einen visuellen Eindruck von der jeweiligen Beleuchtungssituation geben kann.

Ausgewählte Referenzen

FGP IIXX S.à.r.l. - Tageslichtsimulation Central Tower München
Bauherr und Auftraggeber

FGP XII S.à.r.l.

Baumaßnahme

Tageslichtsimulation Central Tower München

Projektzeitraum

2015

Leistung

Tageslichtsimulation zur Beurteilung der veränderten Tageslichtsituation durch die angebauten Hotels

Im Rahmen der Anbaumaßnahmen zweier Hotels an den Central Tower in München soll das Gelände angehoben werden. Dadurch erhalten die Büroräume auf der Nord- und Nordostseite in UG1 weniger Tageslicht als im Ist-Zustand. Dies soll durch einen aufgeweiteten Lichtschacht kompensiert werden. Für die betroffenen Büroräume ist gemäß Arbeitsstättenrichtlinie ASR 3.4 ein mittlerer Tageslichtquotient TQ ≥ 2 % auf der Arbeitsfläche nachzuweisen.

Mittels Tageslichtsimulation wurden diverse Varianten untersucht und jeweils die Tageslichtquotienten für die betroffenen Räume berechnet.

Finanz- und Gesundheitszentrum Friedberg, Generalsanierung
Bauherr und Auftraggeber

Stadtsparkasse Augsburg

Baumaßnahme

Generalsanierung Sparkassengebäude Friedberg

Projektzeitraum

2010 - 2012

Leistung

Konzeptentwicklung Heizung/Lüftung/Klima, Thermische Gebäudesimulation charakteristischer Räume inkl. Atrium, Strömungssimulation Atrium, Tageslichtsimulation Atrium, Betriebskostenberechnung

Das Sparkassengebäude in Friedberg sollte generalsaniert und zu einem Finanz- und Gesundheitszentrum ausgebaut werden, das neben der Geschäftsstelle der Sparkasse auch mehrere Arztpraxen beherbergt. Dazu war ein Haustechnikkonzept zu entwickeln, das neben den vorhandenen baulichen Gegebenheiten auch die Ansprüche an Energieeffizienz und Flexibilität hinsichtlich variabler Mieteransprüche berücksichtigt. Zielvorgabe des Bauherrn war, den Primärenergiebedarf nach der GreenBuilding-Vorgabe der EU um 25 % zu unterbieten.

Mittels Thermischer Gebäudesimulation wurden unterschiedliche Klima- und Energiekonzepte untersucht und bewertet. Für das neugeschaffene viergeschossige Atrium im Gebäudekern wurde eine Strömungssimulation durchgeführt, die die erforderlichen thermischen Eigenschaften des großen Glasdaches klären sollte, um sowohl einen Kaltluftabfall als auch eine Kondensatbildung im Winter sicher ausschließen zu können. Eine Tageslichtsimulation sollte klären, ob angesichts der in das Glasdach integrierten Photovoltaik noch eine ausreichende natürliche Beleuchtung gewährleistet ist.